Viva la vida! So hieß das letzte Kunstwerk der mexikanischen Malerin Frida Kahlo, die zu den bekanntesten Vertretern des mexikanischen Realismus und Surrealismus zählt. Um ihr Werk, das aus 143 Kunstwerken, darunter 55 Selbstportraits, zu verstehen, muss man wissen, wer Frida Kahlo war. In ihren Bildern kombinierte sie die atztekische mexikanische Kultur mit dem Christenstum, da die Mexikanerin europäische Wurzeln hatte. Ihre Werke sind absichtlich naiv und farbenfroh, ein mexikanischer Folklorestil, dem sie sich nah fühlte. Doch sie waren auch von Schmerz geprägt – sie besiegte Polio, doch die Behandlung musste vorzeitig abgebrochen werden, aufgrund eines Busunterfalls, der ihr bis ans Ende ihres Lebens 1954, sie war gerade 47 Jahre, Schmerzen verursachte. In ihrem nicht sehr langen Leben beeinflusste Frida nicht nur die Kunst, sondern spielte auch eine Rolle in der feministischen Bewegung und der allgemeinen Wahrnehmung der Frau.